Von anderen Grundvoraussetzungen als die traditionelle chinesische Akupunktur geht die Mikrosystemakupunktur aus. Es wurden bestimmte Areale entdeckt, auf denen der Körper im „Kleinen“ abgebildet ist. Die Nadelung von speziellen Punkten auf diesen sogenannten Mikrosystemen hat Einfluss auf andere Körperregionen. In den letzten Jahren sind mehrere solcher Mikrosysteme bekannt geworden. Sie existieren z. B. am Ohr, auf der Schädeldecke, an der Hand und am Unterschenkel.
Der Vorteil der Mikrosystemakupunktur besteht besonders in ihrer schnellen, teilweise sofortigen Wirkung, wodurch der Therapieerfolg kurzfristig kontrolliert werden kann. Das theoretische Konzept der Mikrosysteme liegt darin, dass von vielen Stellen des Organismus aus über das Rückenmark und über das Gehirn Verschaltungen zu anderen Körperarealen bestehen, die durch Reizung bestimmter Punkte positiv beeinflusst werden.
Zu den bekanntesten Verfahren der Mikrosystemakupunktur zählen die französische Ohrakupunktur und die koreanische Handakupunktur, die wir beide mit meist gutem Erfolg in unserer Praxis anwenden.